Finanzierungstipps

Tipps zur Finanzierung Ihrer Weiterbildung

Finanzierung durch Bundessubventionen

Wer sich mit einem Kurs auf eine eidgenössische Prüfung vorbereitet, wird neu vom Bund finanziell unterstützt. Bei einer Berufsprüfung beträgt der Bundesbeitrag maximal 9500 Franken, bei einer höheren Fachprüfung 10'500 Franken. Die Regelung gilt ab 1. Januar 2018.

Berufsprüfungen (eidgenössischer Fachausweis) und höhere Fachprüfungen (eidgenössisches Diplom) gibt es in jedem Berufsfeld. Sie machen den Koch zum Chefkoch, die Kauffrau zur Treuhänderin, den Metallbauer zum Metallbaumeister, die Informatikerin zur ICT-Managerin. Kurz: Sie qualifizieren Berufsleute für eine Fach- oder Führungsfunktion in einem Betrieb.

Die meisten Berufsleute bereiten sich mit einem Kurs auf die angestrebte eidgenössische Prüfung vor. Neu ist: Wer einen vorbereitenden Kurs absolviert, wird vom Bund finanziell unterstützt. Der Bund übernimmt bis zu 50 Prozent der anrechenbaren Kursgebühren – bei einer Berufsprüfung maximal 9500 Franken, bei einer höheren Fachprüfung maximal 10'500 Franken. Wer zur Vorbereitung auf eine eidgenössische Prüfung mehrere Kurse oder Module absolviert, kann die Gebühren bis zum Maximalbetrag kumulieren.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Der Bund richtet das Geld direkt an die Absolvierenden aus (Subjektfinanzierung). Der Anspruch auf einen Bundesbeitrag besteht unter folgenden Voraussetzungen:

  • Der Kurs muss beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI auf der Liste der vorbereitenden Kurse stehen.
  • Der/die Absolvierende muss die Kursgebühren bezahlen. Die Rechnung(en) und die Zahlungsbestätigung(en) des Kursanbieters bzw. der Kursanbieter müssen auf den Namen der/des Absolvierenden lauten.
  • Der/die Absolvierende muss die Prüfung ablegen. Der Anspruch besteht unabhängig vom Prüfungserfolg.
  • Der/die Absolvierende muss zum Prüfungszeitpunkt den steuerlichen Wohnsitz in der Schweiz haben.

Der Bundesbeitrag kann erst nach Absolvierung der eidgenössischen Prüfung beantragt werden. Die Absolvierenden reichen ihren Antrag über das Onlineportal des SBFI ein (ab 2018 möglich). Im Bedarfsfall kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Antrag auf Teilbeiträge gestellt werden. Die Absolvierenden können in diesem Fall bereits vor der eidgenössischen Prüfung Teilbeträge für angefallene Kursgebühren beantragen.

Ab wann gilt die Regelung?

Bundesbeiträge erhält, wer nach dem 1. Januar 2018 eine eidgenössische Prüfung absolviert und einen vorbereitenden Kurs besucht hat, der nach dem 1. Januar 2017 begonnen hat. Der Kurs darf allerdings nicht bereits von kantonalen Subventionen profitiert haben.

Mit dem neuen Finanzierungsmodell will der Bund die Absolvierenden finanziell entlasten und so einen Anreiz zur Höherqualifizierung setzen. Damit der Effekt nicht verpufft, muss sich die Wirtschaft wie bisher an den Weiterbildungskosten ihrer Angestellten beteiligen oder sie zeitlich entlasten. Nur so kommt die finanzielle Unterstützung voll und ganz den Absolvierenden zugute.

(Quelle: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Höhere Berufsbildung)

Finanzierung durch den Arbeitgeber

Das Gespräch führen Sie mit Ihrem Linienvorgesetzten oder Personalverantwortlichen:

  • Was sind meine Karrierepläne?
  • Wie möchte ich mich im Unternehmen weiterentwickeln?
  • Warum ist diese Weiterbildung für mich wichtig?
  • Welchen persönlichen Nutzen erreiche ich durch diese Weiterbildung?
  • Worin besteht der Nutzen dieser Weiterbildung für das Unternehmen?
  • Welches sind meine Argumente/Gegenargumente?
  • Welches sind die Argumente/Gegenargumente meines Linienvorgesetzten oder meines Personalverantwortlichen?
  • Bin ich für das Weiterbildungsgespräch genügend vorbereitet?
  • Was sind die wichtigsten Punkte der Kompetenzsteigerung, welche diese Weiterbildung mit sich bringt
Spezielle Finanzierungsmöglichkeiten für temporär Angestellte

Wer dem Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih untersteht, profitiert von subventionierter Weiterbildung. Temporärarbeitende erhalten bis zu CHF 5'000 für Weiterbildung und bis zu CHF 2'300 für Erwerbsausfallentschädigung.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Nebst der Finanzierung der Weiterbildung durch die Firma bestehen weitere Finanzierungsmöglichkeiten:

  • Finanzierung durch den Staat für Erwerbslose und IV-Bezüger in Form von Weiterbildungsmassnahmen.
  • Finanzierung durch den Wohnkanton in Form von Stipendien, wobei eine mögliche und je nach Kanton unterschiedliche Altersbeschränkung zu beachten ist. Stipendien müssen nicht zurückerstattet werden.
  • Finanzierung durch Darlehen, beispielsweise bei Banken.
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